Burg Eltz

Eine Burg-Führung als Zeitreise durch 850 Jahre Geschichte

Die Führung durch die Burg Eltz (Preise, Zeiten, Dauer siehe Öffnungszeiten und Preise) ist eine ebenso spannende wie informative und vor allem auch unterhaltsame Zeitreise durch 850 Jahre abendländischer Bau- und Kulturgeschichte.
Und das bekommen die Besucher alles zu sehen:


 

Der Eingang des Rübenacher Hauses ist seit der Romantik als Waffenkammer gestaltet. Sie zeigt, neben den ältesten erhaltenen Kanonenbolzen der Welt, Stich-, Hieb- und Schießwaffen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert.


 

Dieser Saal war ein Wohnraum der Familie Eltz-Rübenach. Er wurde 1311 erbaut und beinhaltet u. a. das weltbekannte Bild „Madonna mit Kind und Weintraube“, ein Meisterwerk von Lucas Cranach d. Ä.


 

Der Rübenacher Obersaal mit seinen burgundischen Wandmalereien, dem zierlichen gotischen Kapellenerker und seinen farbenprächtigen Fenstern wird wegen seines großen geschnitzten Himmelbetts auch Schlafgemach genannt.


 

Das an das Schlafgemach anschließende Ankleidezimmer enthält ebenfalls ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert stammende Wandmalereien, mit Ornamenten und figuralen Darstellungen von Familienmitgliedern der Linie mit dem weißen Löwen, etwa Jutta und Lanzelot von Eltz mit der Jahreszahl 1451.


 

Graf Karl ließ 1881 den Raum über dem Rübenach Eingang als Schreibzimmer für seine Frau Ludwine herrichten und von E. Knackfuß mit spätgotischer Rankenmalerei ausstatten, in die sein Portrait sowie Darstellungen von ihren beiden Söhnen und ihren sechs Töchtern in romantischen Kleidern und Posen integriert sind.


 

Der Raum ist benannt nach den beiden Kurfürsten des Hauses, Jakob zu Eltz von Trier (1567-1581) und Philipp Carl zu Eltz von Mainz (1732 bis 1743) und belegt mit seiner originalen Einrichtung die Stilentwicklung im 17. und 18. Jahrhundert.


 

Dieser spätmittelalterliche Saal vom Anfang des 16. Jahrhunderts war der Fest- und Verhandlungsraum aller drei Familienzweige auf Burg Eltz. Bemerkenswert sind seine schwere Eichendecke und der Wappenfries aus der Erbauungszeit sowie bedeutende Rüstungen.


 

Dieser unregelmäßig geformte Raum, Engels- oder Jagdzimmer genannt, zeigt Trophäen, elegante Jagdwaffen, fein intarsierte Möbel sowie eine alte Schießscharte aus der frühen Erbauungszeit. Direkt nebenan liegt der Dachstuhl der Burgkapelle mit einer Sammlung von Modellkanonen.


 

Das Wamboltzimmer zeigt geschnitzte und eingelegte Möbel, niederländische Porträts, eine Tapisserie aus der späten Renaissance sowie historische Haushaltsgeräte: eine Wäschepresse, ein Spinnrad und eine Haspel aus dem 17. und 18. Jahrhundert.


 

Diese kleinere Stube wird wegen der Bilder von Kindern und Jugendlichen aus dem Hause Eltz oder dessen Verwandtschaft aus dem 17. und 18. Jahrhundert Comtessen- oder Kinderzimmer genannt. Hier befindet sich auch das vermutlich älteste noch erhaltene bemalte Renaissancebett Deutschlands von ca. 1520.


 

Der Fahnensaal von ca. 1480 ist mit seinem opulenten spätgotischen Sternrippengewölbe der architektonisch spektakulärste Raum der Burg. Er war wohl vor seiner Einbeziehung in das Groß Rodendorfer Haus ca. 1510 eine Kapelle, danach Wohn- und Essraum.


 

Die Rodendorfer Küche aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert ist eine von ursprünglich vier Küchen auf Burg Eltz. Ihre komplette Einrichtung stammt aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.